Unterschiede zwischen CBD und THC

CBD und THC – worin unterscheiden sich diese Cannabinoide?

CBD vs. THC - ein spannendes und heiß diskutiertes Thema. Beides sind natürliche Verbindungen, die aus der gleichen Pflanze gewonnen werden - Cannabis Sativa. Was ist dann eigentlich der Unterschied zwischen CBD und THC?

 

CBD und THC sind zwei der wichtigsten Cannabinoide, die in der Cannabispflanze vorkommen. Cannabis hat eine höhere Konzentration an THC, während Hanf eine höhere Konzentration an CBD aufweist. Im folgenden Artikel werden wir genau erklären, was der Hauptunterschied zwischen den verschiedenen Begriffen rund um Hanf ist, dann die zentralen Unterschiede zwischen CBD und THC erläutern und schließlich wichtige Punkte zur Einnahme und zur rechtlichen Situation erklären.

Begriffserklärung von Cannabis, Marihuana und Hanf

In der Welt des Cannabis gibt es mehr Namen für eine Pflanzenfamilie, als Du dir vorstellen kannst. Cannabis, Hanf und Marihuana sind allesamt Bezeichnungen für Gewächse aus der Familie der Cannabispflanzen, aber es gibt Unterschiede zwischen ihnen - einige botanisch, andere kulturell bedingt:

  • Hanf ist eine bestimmte Art von Cannabis, die wissenschaftlich als Cannabis Sativa L. bekannt ist. Obwohl beide zur selben Familie gehören, haben Hanf und Marijuana unterschiedliche chemische Eigenschaften und Wirkungen. Hanfpflanzen enthalten geringe Mengen des berauschenden Phytocannabinoids Tetrahydrocannabinol (THC), für das Marihuana bekannt ist. Die Hanfpflanze enthält jedoch hohe Mengen des nicht-berauschenden Phytocannabinoids Cannabidiol (CBD).
  • Das Wort Cannabis ist ein Überbegriff, der sich auf eine Gattung blühender Pflanzen bezieht, die zur Familie der Cannabaceae gehören, die etwa 170 Pflanzenarten umfasst. Die Gattung wird oft in drei Arten unterteilt - Cannabis Sativa, Cannabis Indica und Cannabis Ruderalis. Der Begriff ist also eigentlich eine breitere Klassifizierung, die sowohl Hanfpflanzen als auch Marihuanapflanzen umfasst. 
  • Marihuana ist der berauschende Cousin des Hanfs. Marihuana besteht ebenfalls größtenteils aus Cannabis Sativa Pflanzen. Doch obwohl Marijuana und Hanfpflanzen eine gemeinsame Art verbindet, unterscheiden sich die beiden Substanzen aus rechtlicher und chemischer Sicht erheblich: Der hohe THC-Gehalt in Marihuanapflanzen führt beim Konsum zu einer starken Rauschwirkung und einem “High-Gefühl” bei Menschen.¹

 

 

Was ist THC und wie wirkt es?

THC, auch bekannt als Tetrahydrocannabinol, ist die Substanz in Cannabis, die psychoaktiv ist und das Gefühl vermittelt, high zu sein. Die chemische Zusammensetzung von THC, C₂₁H₃₀O₂, ist jedoch seinem Gegenstück, CBD, sehr ähnlich, dank dem die Wirkung von THC aber abgeschwächt wird.²

Der Grund für die psychoaktive Wirkung von THC ist, dass es sich direkt an die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems anlagert und seine eigene Substanz über sie weiterleitet. Außerdem blockiert es den Neurotransmitter GABA, der die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin bewirkt. Das mag zunächst recht positiv klingen, aber THC hat auch eine Reihe von Nebenwirkungen und kann negative Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Es kann nämlich nicht nur süchtig machen, sondern mit gewissen Langzeit-Effekten auch die Konzentration, das Denkvermögen und die psychomotorischen Fähigkeiten beeinträchtigen.

Was ist CBD und wie wirkt es?

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol, ein Phytocannabinoid, das in der Hanfpflanze vorkommt und dafür bekannt ist, dass es Körper und Geist in vielerlei Hinsicht unterstützt. CBD wird nicht aus Marihuana, sondern aus der Hanfpflanze gewonnen. Die Forschung hat gezeigt, dass Cannabinoide zahlreiche Vorteile aufweisen und eine wirksame Hilfe für das allgemeine Wohlbefinden im menschlichen Körper sind, da CBD das Endocannabinoid-System fördert.³

CBD dockt ebenfalls an die Cannabinoid-Rezeptoren an, aber die Wirkung ist hier viel sanfter. Dein Körper wird nicht in Beschlag genommen, sondern nur unterstützt. Vorteile: Auf diese Weise kann CBD zum Beispiel Schmerzen lindern oder Ängste abbauen. CBD führt unter Garantie nie zu einem Rauschzustand.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen CBD und THC

Wie wir bereits gesehen haben, unterscheiden sich die beiden Wirkstoffe der Cannabispflanze enorm. Vor allem die psychoaktive und berauschende Wirkung von THC erfordert eine völlig andere Regulierung als die von Cannabinoiden, die nicht zu Rausch und Sucht führen.

Aus diesem Grund gibt es in Deutschland für jeden Wirkstoff unterschiedliche gesetzliche Anforderungen:

  • THC unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz, ist verschreibungspflichtig und auf die therapeutische Behandlung von Krankheiten beschränkt.
  • CBD fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, ist als Nahrungsergänzungsmittel auch für den privaten Anwender als Gesundheitsprodukt erhältlich und enthält weniger als 0,2 % Tetrahydrocannabinol.

 

Dies ist der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Substanzen. Darüber hinaus unterscheiden sich die einzelnen Produkte vor allem durch ihre Wirkung, weniger durch ihre Inhaltsstoffe:

  • CBD und THC stammen beide aus Cannabispflanzen ➜ Der Unterschied der Stoffe liegt in ihrer Wirkung.
  • Beide Wirkstoffe wirken auf das endocannabionide System ➜ THC blockiert die Funktionen, CBD dämpft sie.
  • CBD macht nicht süchtig ➜ Es sorgt lediglich für einen Abbau von Stress und ein größeres körperliches Wohlbefinden.
  • THC kann süchtig machen ➜ Der Stoff führt zum Beispiel zu einem “High-Gefühl”.
  • CBD wird in der Medizin zur Behandlung vieler verschiedener Krankheiten eingesetzt ➜ Es kann z. B. bei Epilepsie, Parkinson und Alzheimer Linderung verschaffen.
  • THC kann nur mit einem ärztlichen Attest bezogen werden ➜ Ansonsten ist der Konsum davon in jeglicher Form illegal.
  • CBD kann frei verkauft werden ➜ Man bekommt die Produkte in Apotheken, Drogerien und im Internet.
  • THC wird meist geraucht ➜ Der Stoff kann aber auch durch Verdampfen oder in Form von Nahrung eingenommen werden.
  • CBD gibt es in diversen Formen und als vielseitige Produkte ➜ Zum Beispiel als Tropfen, Öl, Tabletten, und auch im Bereich der Lebensmittel oder Kosmetika; somit können die unterschiedlichsten Wirkungen erzielt werden.

 

 

 

Produkte mit höheren Tetrahydrocannabinol-Gehalten können daher nur mit einem Attest erworben werden. Marihuana hingegen kann nicht legal bezogen werden und gilt in Deutschland als illegale Droge (es sei denn, es wurde unter medizinischen Gesichtspunkten verschrieben, dazu weiter unten mehr).

CBD Öl kann “einfach so” gekauft werden, allerdings ist auch hier die Abgrenzung zu Arzneimitteln ein Thema: Vollspektrum-Öl ist als Lebensmittel und damit als Nahrungsergänzungsmittel anerkannt. Isolate, die nachträglich wieder einem Öl zugesetzt werden, werden dagegen als Arzneimittel eingestuft. Das liegt daran, dass isolierte Wirkstoffe typisch für Arzneimittel sind. Im Gegensatz dazu werden Inhaltsstoffe in Lebensmitteln in der Regel als ganzes und vollständiges Produkt verzehrt.

Hanf ist übrigens nicht nur die Basis für CBD Öl und Medikamente mit hohem THC-Gehalt. Die Samen der Pflanze werden auch zur Herstellung von Hanföl und die Fasern zur Herstellung von Textilien verwendet. Da die Rechtslage noch nicht ganz klar ist, ist auch der Verkauf von Hanfprodukten oft reglementiert. Für den persönlichen Gebrauch können CBD Öle und viele andere Hanfprodukte jedoch problemlos rezeptfrei erworben werden und sind keineswegs illegal.

Einnahme von CBD & THC

Meist werden CBD-Extrakte zu CBD Ölen, Kapseln, Nahrungsergänzungsmitteln oder kosmetischen Produkten verarbeitet. Diese lassen sich auf zweckmäßige, unkomplizierte und unauffällige Weise in den persönlichen Alltag integrieren. Der THC-Konsum ist auffälliger, denn dieses Cannabinoid wird in den meisten Fällen geraucht und führt häufig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

THC vs. CBD: Welche Formen der Einnahme gibt es?

Beide Stoffe können auf verschiedene Arten konsumiert werden. THC kann in Form von Marihuana durch Rauchen zugeführt werden, aber es gibt auch eine Reihe anderer Produkte, darunter:

  • Öle
  • Tinkturen
  • Sprays
  • Vape-Produkte
  • Essbares wie Gummibärchen und Pralinen
  • Getränke, die Marihuanaöl enthalten

 

Auch CBD kann auf unterschiedliche Art und Weise zu sich genommen werden.

  • Es kann zum Beispiel in Lotionen und Salben enthalten sein. Hier ist es wichtig zu wissen, dass die Wirkung dieser Produkte lokal begrenzt ist, da sie nicht eingenommen werden.
  • CBD kann außerdem oral in Form von Tinkturen, Ölen, Kapseln oder Sprays eingenommen werden. Auch essbare CBD-Produkte wie Gummibärchen, Bonbons und Getränke sind beliebt.

 

Tipp: Bei der Auswahl von CBD-Produkten ist es wichtig, auf die Zusammensetzung zu achten. Isolatprodukte enthalten nur CBD. Breitspektrum-Produkte enthalten nur andere Cannabinoide und kein THC, während Vollspektrum-Produkte CBD, THC und andere Cannabinoide enthalten.

Worin besteht der Unterschied der verschiedenen Formen der Einnahme? - Wie THC und CBD auf den Körper wirken

Bei Cannabidiol wirken die meisten Cannabinoide durch die Beeinflussung bestimmter Rezeptoren, die im ganzen Körper verteilt sind. Wenn die Rezeptoren ein Cannabinoid “erkennen” , interagieren sie. Dies führt zu einer biologischen Reaktion, die von der Art des Rezeptors, seinem Standort und dem betreffenden Cannabinoid abhängt.

Wenn man z. B. CBD Öl konsumiert, stärkt es das gesamte Rezeptornetzwerk. Das führt zu körperlichem Wohlbefinden. Deshalb wirkt CBD vor allem auf Appetit, Stimmung und Schlaf.

Im Gegensatz dazu bindet THC direkt an die Rezeptoren im Gehirn und im Verdauungssystem. Diese Wechselwirkung verursacht die psychotropen Nebenwirkungen, wie verlangsamte Reaktionszeit, gesteigerten Appetit oder beeinträchtigte Koordination.

Wie Du siehst, wirken diese beiden Substanzen also sehr unterschiedlich - obwohl sie von derselben Pflanzenart stammen.

Unterschiedliche Anwendungsbereiche

Wie Du ebenfalls sehen kannst, liegt der Unterschied zwischen THC und CBD vor allem in ihrer Wirkung. THC hat seine Hauptwirkung in bestimmten, ganz spezifischen Bereichen und wird daher vor allem bei den folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Autoimmunkrankheiten
  • Lähmungen und Bewegungsstörungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • psychiatrische Symptome
  • Entzug bei Drogenabhängigkeit

 

CBD hingegen wird auf breiterer Basis bei diesen Beschwerden eingesetzt:

  • Entzündungen
  • chronische Schmerzen
  • Depressionen
  • Schlafstörungen

 

 

Rechtliche Lage bei CBD vs. THC

Die beiden Substanzen unterscheiden sich in rechtlicher Hinsicht erheblich:

Das Wichtigste ist, dass der Konsum von Cannabidiol in der Regel legal ist, der Konsum von THC hingegen nicht. Die Ausnahme ist, wenn der Gehalt unter einem bestimmten Prozentsatz liegt. Hier unterscheiden sich die Vorschriften jedoch von Region zu Region.

Damit ein CBD-Produkt legal ist, muss der THC-Gehalt unter dem gesetzlichen Grenzwert liegen. Derzeit liegt dieser Wert in Europa bei 0,2 %.

Tipp: Wenn Du auf der Suche nach CBD-Ölen bist, die den EU-Vorschriften entsprechen, findest Du in unserem Shop eine große Auswahl.⁷ 

Was ist erlaubt und was ist nicht erlaubt?

Bei Cannabis war die rechtliche Situation in Deutschland bis 2017 ziemlich klar: Es ist illegal. Seit 2017 ist es erlaubt, Marihuana für die rein medizinisch-therapeutische Behandlung von Krankheiten zu verwenden: Mit dem Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften, das am 10.03.2017 in Kraft getreten ist, hat der Gesetzgeber die Klassifizierung von Cannabis geändert. Seitdem unterscheidet das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) zwischen Cannabis zur Verwendung für medizinische Zwecke und jenem, das grundsätzlich nicht verkehrsfähig ist und nicht verschrieben werden kann.

Allerdings ist es sehr schwierig, ein Rezept zu bekommen, denn die psychoaktive Substanz THC ist streng verschreibungspflichtig.

CBD hingegen ist legal und frei erhältlich. Da es aus Pflanzen mit sehr geringem THC-Gehalt gewonnen wird, hat es keine psychoaktiven Eigenschaften. Freiverkäufliche Produkte dürfen jedoch nur weniger als 0,2 % enthalten. CBD-Vollspektrumprodukte enthalten weniger als 0,2 % THC und weisen einen sogenannten “Entourage-Effekt” auf. Die CBD-Isolate sind völlig frei davon und enthalten nur isoliertes Cannabidiol und ein Trägeröl.

Ist CBD im Drogentest sichtbar?

Bei einer Drogenkontrolle ist Cannabidiol normalerweise nicht nachweisbar. Wer reines CBD konsumiert, muss also bei einer Kontrolle keine Bedenken haben. Selbst bei CBD-Produkten mit 0,2 % THC-Gehalt bleibt der Drogentest meist negativ, nur bei größeren Mengen kann das es bis zu drei Wochen nach dem Konsum nachgewiesen werden.

Tipp: Für CBD- und Drogentests ist ein Bluttest oft die bessere Wahl. Im Gegensatz zu Schnelltests sind Bluttests genauer und können zwischen den verschiedenen Cannabinoiden unterscheiden. So kann im optimalen Fall nachgewiesen werden, dass das im Körper vorhandene THC nur ein Teil eines legal zugelassenen CBD-Produkts war.

 

 

Fazit

Sowohl CBD & THC gehören zu einer Familie von chemischen Verbindungen, die von Hanfpflanzen produziert werden und Cannabinoide genannt werden. Ihr Konsum löst verschiedene Wechselwirkungen aus, die sich (bei CBD) positiv auf unsere Physiologie auswirken. Deshalb sind vor allem Öle und andere Artikel auf Cannabinoid-Basis so beliebt.

Während THC also vor allem mit Marihuana und den berauschenden Zuständen der Cannabispflanze in Verbindung gebracht wird, ist CBD für sein therapeutisches, unterstützendes Potenzial bekannt.

Obwohl die chemische Struktur der beiden Substanzen verwirrend ähnlich ist, sorgt das Tetrahydrocannabinol für den großen Unterschied. Solche Präparate sind daher illegal, es sei denn, sie werden medizinisch verschrieben. CBD-Artikel hingegen haben keine psychoaktiven Wirkungen, aber ein breites therapeutisches Potenzial. Sie sind aus diesem Grund eine beliebte Ergänzung für die vielen Challenges des täglichen Lebens.

[1] https://www.prima.co/magazine/what-s-what-hemp-cannabis-and-marijuana/  

[2] https://www.thestreet.com/lifestyle/what-is-thc-14655181 

[3] https://www.openaccessgovernment.org/what-is-cbd/66697/ 

[4] https://cbdoele.org/thc-cbd/ 

[5] https://cbd-natural.de/2020/01/15/der-unterschied-zwischen-thc-und-cbd/ 

[6] https://www.verywellmind.com/cbd-vs-thc-differences-benefits-side-effects-legality-5071416#how-to-take-thc-and-cbd 

[7] https://www.cibdol.de/cbd-encyklopadie/was-ist-der-unterschied-zwischen-cbd-und-thc#nl-subscribe-popup 

[8] https://herbliz.com/de/blog/cbd-vs-thc/

[9] https://www.cbdnol.com/blogs/cbdnol-blog/cbd-und-drogentest-5-fakten-die-sie-wissen-sollten

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